Saturday, February 20, 2010

BEIJING // ARRIVED


Zhenyangmen (click to enlarge)

Hallo von der anderen Seite der Welt! Oder besser gesagt 你好!Der Flug war anstrengend. Trotz Bloody Mary konnte ich kaum schlafen. Dafür habe ich ein paar gute Filme gesehen: 500 Days Of Summer, Where The Wild Things Are, The September Issue und Love Happens. Der Zwischenstopp in Dubai hat gut getan. Bisschen Bewegung, Kaffee bei Starbucks und schon gings weiter. Ein Glück für mich, dass ich Beijing bereits erwartet wurde. Ohne Hilfe hätte ich hier alles kaum so schnell und einfach regeln können. Die Uni liegt etwas ausserhalb der Stadt. Recht Nördlich, nicht weit vom Sommerpalast. Das Appartement ist okay. Der Service ist fast wie in einem Hotel. Heisses Wasser gibt es allerdings nur in drei Zeitabschnitten am Tag. Gegessen wird in Kantinen oder sonst wo ausserhalb. Ich habe mich bisher nur von Sachen aus dem Supermarkt ernährt. Dort gibt es so gut wie alles was ein Europäer braucht. Und dass es hier keinen Rotwein, Käse und Milchprodukte gibt ist ein Gerücht.


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In den ersten zwei Tagen hatte ich mit Jetlag und Heimweh zu kämpfen. Gestern machte ich mich dann auf den Weg in die City. Was einfacher war als gedacht. Die Metro ist ähnlich übersichtlich wie in London. Und vor allem billig. Am besten besorgt man sich eine Karte, die man aufladen kann. Beim Eintreten in eine Metrostation muss man immer erst durch einen Sicherheitscheck (nur die Taschen). Busse sind besser für kürzere Strecken geeignet. Ein Taxi kostet umgerechnet 1€ für 2km, jeder weitere km kostet 0,20€. Wenn man also keine Lust auf Bus oder Metro hat, oder sich verirrt hat, ruft sich ein Taxi und lässt sich bequem zum Ziel fahren (angeschnallt wird hier übrigens nicht). Gestern habe ich gerade mal 0,50€ fürs Hin- und Herfahren ausgegeben. Das Überqueren einer Strasse ist eine Kunst für sich. Da ich bei sowas meist sehr ungeschickt bin, muss ich genauer als in London darauf achten nicht überfahren zu werden. Also hefte ich mich entweder an die Einheimischen oder benutze eine Über- bzw Unteführung.


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Hier ist wird diese Woche Neujahr (Jahr des Tigers) gefeiert -> 24-Std Feuerwerk. Chinesen kommen von überall her und machen hier gerade Ferien oder Urlaub. Ausländische Touristen habe ich kaum gesehen. Nicht nur einmal haben mich Chinesen auf Englisch angesprochen und mir ein frohes neues Jahr gewünscht. Dabei dachte ich, dass ich mit meinen asiatischen Genen nicht zu sehr auffallen würde. Lag wohl mehr an meiner Kleidung als am Aussehen.


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Mein erstes Ziel war das viertel Sanlitun (Metro 2, Haltestelle Dongsi Shitiao). Am besten orientiert man sich am Arbeiterstadion. Eine recht alte Gegend. Mittendrin findet man eine Art Einkaufszentrum. Neben bekannten Shops wie Apple, American Apparel, Mango, Adidas, Lacoste etc, findet man hier auch diverse Speiselokale aus aller Welt (Schweden, Pakistan, Spanien etc), Bars und den Yaxiu-Kleidermarkt (Designer-Fälschungen).


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Danach ging es zum Tian’anmen Platz. Da es schon recht spät war, wollte ich mich nur kurz umsehen und mir einen ersten Überblick verschaffen. Hinter dem Qianmen-Tor erstreckte sich die gleichnamige Einkaufsstraße mit Häusern im 20-er und 30er Jahre Stil. Dort findet man nicht nur etliche Souvenir- und Süßwareläden, sondern auch die üblichen Verdächtigen wie Zara oder H&M. Das Sortiment lässt hier nur leider zu wünschen übrig. Der Shop Me & City war eine Neuentdeckung und wird definitiv nochmal aufgesucht.


Qianmen-Tor (click to enlarge)

Um auf den Tian’anmen Platz zu gelangen muss man wieder durch eine Sicherheitskontrolle. Ist man erst drauf und sieht sich um, kann einem schon etwas schwindelig werden vor so viel Nationalstolz. Vorbei am Mao Mausoleum und der grossen Halle des Volkes oder dem Nationalmuseum, erstreckt sich das weltbekannte Tian’anmen Tor. Der Eingang zur Verbotenen Stadt. Gegen 18h wurde der Platz geräumt und abgersperrt. Was für mich dann Anlass zum Aufbruch war.

Oben: Tian'anmen, Unten mitte: Große Halle des Volkes, Unten rechts: Mao-Mausoleum (click to enlarge) 
CREDIT: Alle Bilder wurden von mir gemacht. Bei Weiterverwendung bitte www.kickupthefire.net als Quelle angeben! Merci.


Bis das Semester anfängt (03. März), werde ich die Zeit nutzen um mich weiter umzusehen und ein bisschen Chinesisch zu üben. Morgen stehen das Viertel Xidan und Jinrongjie auf dem Plan. Angeblich der Ort wo sich Fashion Fotografen tummeln und DER Traum aller Trendspotter sein soll. We’ll see!


CHINESE // LIFE:
Spucken ist hier so normal wie bei uns Nase putzen.

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