Ich habe noch nie so viele Sehenswürdigkeiten gesehen wie in St Petersburg. Und dabei war das nur ein kleiner Bruchteil vom Ganzen. Wenn man sich wirklich alle Museen, Kirchen, Schlösser etc ansehen möchte, muss man schon mindestens einen Monat bleiben. Allein um alle Kunstwerke im Eremitrage würdig zu betrachten braucht man sicher eine ganze Woche. Geschafft habe wir bloß einige der wichtigsten Anlaufstellen wie Katharinenpalast, Blutkirche, Eremitrage, Isaakskathedrale und Schwanensee im Mariinsky Theater.
Als erstes fuhren wir nach Puschkin zum Katharinenpalast. Leider ließ das Wetter zu wünschen übrig. Zum Glück hat es aber nicht auch noch geregnet. Die Tour durch das Schloss dauerte an die zwei Stunden.
(ganz unten rechts das türkische Bad)
Nach dem vergeblichen Versuch ins Eremitrage zu gelangen (Montags geschlossen), nutzen wir den nächsten Tag um durch die City zu laufen und einen Blick in die Blutskirche zu werfen. Im ersten Moment wird man fast erschlagen von der Pracht der Mosaiken, die den kompletten Innenraum der Kirche bedecken.
Mit steifem Nacken jedoch tief beeindruckt verließen wir dann das Bauwerk.
Am nächsten Tag gelangten wir dann edlich gar ohne langes Anstehen ins Eremitrage. Ohne Raumempfehlungen würde man schlicht in den labyrinthartigen Gängen und Räumen verloren gehen. So steuerten wir jedoch bewusst bestimmte Säle an und machten hin und wieder Stopp um uns die anderen grossartigen Kunstwerke anzusehen.
Später, auf der Isaakskathedrale, hatten wir eine tolle Aussicht auf die ganze Stadt. Und schlenderten anschließend vorbei an Peters Festung und Peters Häusen zum Kampfschiff Aurora.
(oben links Isaakskathedrale, ganz unten links Peters Häuschen, daneben Peters Festung, ganz unten rechts Kampfschiff Aurora)
Krönender Abschluss war dann der Besuch im Mariinky Theater. Auf dem Programm Tschaikowskys Schwanensee. Fast hätten wir keine Karten mehr bekommen und wären um Haaresbreite auch noch zu spät gekommen. Aber wir hatten Glück und die drei Stunden gingen wie im Flug vorbei. Unglabliche Show, die ich jedem nur Empfehlen kann.
Soweit zu den Sehenswürdigkeiten. Was die modische Seite der Stadt angeht, so war der Anblick leider eher enttäuschend. Zwar trägt man nicht nur in St Petersburg viel Schwarz, aber irgendwie ist es mir dort, evtl des Wetters wegen, besonders ins Auge gefallen. Farbtupfer waren da nur selten und wenn, dann meistens nur Königsblau. Beeindruckend fand ich allerdings, dass ca 70% der Frauen in High Heels rumgelaufen sind. Hut ab. Aber das war schon immer so (typisch) in Russland. Und die meisten von den Mädels hatten dazu auch noch so unglaublich schöne und lange Beine, dass auch ich nicht nur einmal hinterherschauen musste.
Pictures made by me. Bei Weiterverwendung bitte www.vioislostinfashion.blogspot.com als Quelle angeben. Merci!